2010 liegt viel Arbeit vor uns
Bundeskanzlerin Angela Merkel hält an ihrem wirtschaftlichen Stabilisierungskurs fest: „Auch im nächsten Jahr werden wir, genauso wie zum Ende dieses Jahres, alles tun, um die Konjunktur in Deutschland zu stabilisieren und zu stärken“. Ziel sei es „möglichst schnell aus dem Tal der Wirtschaftskrise“ wieder herauszukommen, versicherte die Kanzlerin in ihrem Video-Podcast. Deshalb werden „wir auch im nächsten Jahr viel Arbeit vor uns haben“, fügte sie hinzu.
Aus diesem Grund habe die neue Bundesregierung ganz besonders in Forschung und Bildung investiert, sagte die Regierungschefin weiter. Zugleich kündigte sie für das erste Quartal 2010 einen Gipfel zur Entwicklung der Elektromobilität an. Außerdem werde die Regierung ein zukunftsfähiges Energiekonzept auflegen, um deutlich zu machen: „Wir wollen das Zeitalter regenerativer Energien gestalten und möglichst schnell beschreiten“.
Die Kanzlerin erinnerte daran, dass es sich bei 2009 um ein ereignisreiches politisches Jahr gehandelt habe: Die Bundesrepublik Deutschland habe Jubiläen feiern können wie den 60. Geburtstag des Grundgesetzes oder 20 Jahre Mauerfall. Deutschland sei ein anerkannter Partner in der Welt. „Wir haben großes Ansehen“, betonte Merkel. Aber natürlich würden auch große Erwartungen an uns gerichtet.
Mit dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags am 1. Dezember habe Europa die Chance, stärker und mit gemeinsamen Positionen in der Welt aufzutreten. In diesem Zusammenhang forderte die Kanzlerin die Europäische Union auf, künftig mit ihrem gesamten Gewicht für die Durchsetzung internationaler Regeln auf den Finanzmärkten einzutreten. Im Rahmen des G-20-Prozesses sei man auf einem guten Weg. Nun gehe es darum, die Beschlüsse der G-20-Gipfel umzusetzen. Im nächsten Jahr müsse überprüft werden, „was wir bereits erreicht haben“.
2009 habe zudem gezeigt, dass es durch politische Gestaltung und verantwortliches Handeln von Unternehmern und Arbeitnehmern möglich sei, auch schwierigste Situationen gut zu überstehen. Mit dem Konjunkturprogramm, insbesondere mit dem Programm zur Kurzarbeit, sei es gelungen, Brücken zu bauen. „Die neue Bundesregierung hat die Kurzarbeit verlängert, denn wir wissen: Gerade im nächsten Jahr wird es noch einmal viele kritische Situationen geben“, sagte Merkel.
Aber jetzt kämen erst einmal ein paar erholsame Tage: Die Bundeskanzlerin wünschte allen Internetnutzern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest mit viel Zeit für Familie und Bekannte. Auch für das kommende Jahr wünschte sie „alles Gute“.
