Joachim Gauck als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nominiert
Joachim Gauck ist gemeinsamer Kandidat von Union, FDP, SPD und Grünen für das Amt des Bundespräsidenten. Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel könne Gauck "wichtige Impulse für die Herausforderungen unserer Zeit und der Zukunft" setzen. Zugleich bezeichnete Merkel den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler als "wahren Demokratielehrer", dessen Lebensthema die "Idee der Freiheit in Verantwortung" sei und dessen "Kampf gegen das Vergessen" ihn bis heute leite.
"Unsere Sehnsucht nach Freiheit hat sich 1989/90 erfüllt", sagte Merkel am Sonntagabend in Berlin. Dies verbinde sie als Ostdeutsche - "bei aller Verschiedenheit" - mit Gauck. Joachim Gauck dankte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der gemeinsamen Pressekonferenz aller Parteichefs im Kanzleramt persönlich für das in ihn gesetzte Vertrauen. Er wolle dafür sorgen, dass die Deutschen "wieder in einem Land leben, das sie lieben können", so Gauck. Die Bevölkerung müsse "politisch wieder Vertrauen gewinnen".
Auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zeigte sich am Montag in einem Interview im ARD-Morgenmagazin überzeugt davon, dass der künftige Bundespräsident Joachim Gauck "in schwierigen Zeiten eine gute Vertretung Deutschlands nach innen und außen" sein werde. "Er wird ein guter Bundespräsident sein", so Gröhe weiter.
Zugleich sei es ein "gutes Zeichen, dass sich die Demokraten in insgesamt schwierigen Zeiten hinter einem Kandidaten versammeln", erklärte der CDU-Generalsekretär. Schließlich sei es durchaus eine ungewöhnliche Situation, dass fünf Parteien gemeinsam überlegen, wer ein geeigneter Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten sein könne. Daher sei es legitim, dass in den Beratungen auch andere Persönlichkeiten in Betracht gezogen wurden.
